Hort

Auftrag des Hortes und gesetzliche Grundlagen

Der Hort ist eine familienunterstützende und familienergänzende Einrichtung. Auftrag des Hortes ist die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern ab der Einschulung (…). Der Hort soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern. (BayKiBiG Teil 2, 23.01)

Die gesetzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen unserer Einrichtung bilden das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) und das SGBVIII.

Aufnahmekriterien

  • Die Aufnahme setzt die Anmeldung durch die Personensorgeberechtigten in der Einrichtung voraus und erfolgt mittels Betreuungsvertrag und schriftlicher Anerkennung der Konzeption.
  • Die Aufnahme in den Hort erfolgt im Rahmen der verfügbaren Plätze (25) und grundsätzlich für Kinder der ersten bis vierten Klasse der Pollinger Grundschule.
  • Die Anmeldung gilt für das gesamte Schuljahr, von 1. September bis 31. August des Folgejahres. Der Vertrag kann für das folgende Schuljahr verlängert werden. Der Betreuungsvertrag endet automatisch mit Beendigung der Grundschule.
  • Leben gemeinsam sorgeberechtigte Eltern getrennt, reicht die Anmeldung durch den Elternteil aus, bei dem das Kind lebt.
  • Die Personensorgeberechtigten verpflichten sich mit der Anmeldung, Änderungen in der Personensorge, der Anschrift und Telefonnummer (privat und geschäftlich) dem Hort unverzüglich mitzuteilen, um in Notfällen erreichbar zu sein.
  • Mit der Anmeldung unterzeichnen die Personensorgeberechtigten eine Einverständniserklärung über die Kooperation von Hort und Grundschule.
  • Mit der Anmeldung unterschreiben die Personensorgeberechtigten eine Einverständniserklärung für die Verwendung von Foto- Film- und Tonaufnahmen zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit (zum Beispiel das örtliche Gemeindeblatt PEO, die örtliche Presse, die Internetseite der Gemeinde, Elternabende und Aushänge in der Einrichtung)
  • Die Kenntnisnahme des Infektionsschutzgesetzes ist durch die Unterschrift der Personensorgeberechtigten zu bestätigen.
  • Sicherstellung des Schutzauftrages nach §8a SGB VIII

           Werden in der Einrichtung Anhaltspunkte für die konkrete Gefährdung des Wohls      

           eines Kindes erkannt, hat die pädagogische Fachkraft auf die Inanspruchnahme

           geeigneter Hilfen seitens der Personensorgeberechtigten hinzuwirken und

           erforderlichenfalls nach Information der Personensorgeberechtigten das Amt für

           Jugend und Familie hinzuzuziehen.

  • Alle Angaben der Personensorgeberechtigten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Buchungszeiten und Beiträge

Es gilt eine Mindestbuchungszeit von insgesamt 10 Wochenstunden an mindestens 2 Wochentagen.

 

Buchungskategorie

Wochenstunden

Monatlicher Beitrag (12Monate)

1

10

50€

2

11-20

72€

3

21-25

81€

 

Mittagessen: 3€

Der Betrag beinhaltet warmes Mittagessen, Getränke zu Festen und Feiern, Gehalt der Köchin, etc.

 

Die Höhe der monatlichen Kosten für das Essen richtet sich nach der Anzahl der gebuchten Tage.

 

Das Materialgeld von monatlich 5€ und jährlich 4€ für Kindergeschenke (Geburtstag, Ostern, Nikolaus, …) sind im Beitrag inbegriffen.

 

Eine Erhöhung der Buchungszeit ist grundsätzlich monatlich möglich, eine Reduzierung zum Schulhalbjahr.

 

Öffnungszeiten

Der Hort ist während der Schulzeit von Mo-Fr von 11-16 Uhr geöffnet.

Während der Ferien ist die Öffnungszeit wie folgt: Mo-Fr 8:00 – 16 Uhr

Die Schließzeiten betragen maximal 30 Tage im Jahr.

In der Regel ist die Einrichtung zwei Wochen an Weihnachten, eine Woche an Pfingsten und drei Wochen im August geschlossen.

Bei zu geringer Ferienbuchung behalten wir uns vor, die Öffnungszeit in den Ferien auf

15 Uhr zu verkürzen.

Die Ferienbuchung für die Herbst- und Faschingsferien erfolgt Ende September.

Die Ferienbuchung für die Oster-, Pfingst- und Sommerferien erfolgt zum Schulhalbjahr.

Die Ferienbuchungen sind in die monatliche Buchungszeit miteinzurechnen und erfolgen über eine schriftliche Abfrage.

Über die genauen Schließzeiten werden die Personensorgeberechtigten zu Beginn des neuen Schuljahres schriftlich informiert.

Abholzeiten

Aus organisatorischen Gründen ist das Abholen des Kindes erst ab 14:30 Uhr möglich.

Bei zum Beispiel Arztterminen, etc. muss die Abholzeit rechtzeitig mit dem Hortpersonal abgesprochen werden.

Um einen reibungslosen und ungestörten pädagogischen Ablauf gewährleisten zu können bitten wir die Eltern die Abholzeiten einzuhalten.

Diese sind: 14:30 / 15:00 / 15:30 / 16 Uhr

Die Abholzeit ist in der Buchungszeit inbegriffen.

Räumlichkeiten

Der Hortgruppe stehen Räume in der Grundschule Polling zur Verfügung.

Das Hausaufgabenzimmer befindet sich im Erdgeschoss direkt neben dem Sekretariat und ist mit Schulmobiliar ausgestattet.

Die anderen Räume befinden sich im Untergeschoss.

Der Gruppenraum wird in der Mittagszeit als Speiseraum und nach dem Mittagessen für Freizeitangebote und Freispiel genutzt. Der Raum ist mit altersgerechten Tischen und Stühlen und einer Küchenzeile ausgestattet.

Im „Werkraum“ befindet sich eine gemütliche Leseecke und eine Spielburg, die die Kinder als Rückzugsorte nutzen können. Außerdem bietet sich dieser Raum auch für Werk- und Bastelangebote an.

Zur Außenanlage der Schule gehört ein großer Pausenhof mit einer Tischtennisplatte und das Schulsportgelände, das wir außerhalb der Schulzeiten nutzen können.

Weiterhin steht uns auch das Kindergartengelände mit einem großen Sandkasten, einem Trampolin, mehreren Schaukeln, einem Spielhaus und einem Kletterturm zur Verfügung.

Personal

Die Hortgruppe wird von zwei pädagogischen Fachkräften betreut.

Haftung und Aufsichtspflicht

Die Kinder sind im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung in der Einrichtung versichert. Für den Weg von der Schule zum Hort und nach Hause ist das Kind im Rahmen dieser Unfallversicherung mitversichert.

Für den Weg zum und vom Hort sind die Eltern verantwortlich. Die Aufsichtspflicht des Hortes beginnt mit dem Eintreffen des Kindes in der Einrichtung.

Bei gemeinsamen Veranstaltungen (Feiern, Feste, Elterncafe, etc.) liegt die Aufsichtspflicht bei den Personensorgeberechtigten des Kindes.

Die Einrichtung übernimmt keine Haftung für Verlust, Verwechslung oder Beschädigung der Garderobe und der Ausstattung des Kindes.

Ebenso gilt dies für mitgebrachtes Spielzeug, Fahrräder, Roller, etc.

Regelung in Krankheitsfällen

Bei Krankheit des Kindes ist der Hort bis 9 Uhr zu benachrichtigen. Um die Ansteckungsgefahr zu mindern sind ansteckende Krankheiten (wie zum Beispiel Läuse, Scharlach, …) des Kindes dem Hort unverzüglich mitzuteilen.

Eine Mitteilungspflicht besteht auch für zum Beispiel Allergien, Unverträglichkeiten, Anfallsleiden, …

Ärztlich verordnete Medikamente werden nur in besonderen Fällen und nur nach schriftlicher Vereinbarung mit den Personensorgeberechtigten vom pädagogischen Personal verabreicht.

Nach Krankheit kann der Hort eine Bescheinigung des Arztes über die Genesung verlangen.

Pädagogischer Ansatz

Als familienunterstützende und familienergänzende Einrichtung möchten wir durch unsere Arbeit die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern. Unsere Arbeit orientiert sich an den gegenwärtigen Bedürfnissen der Kinder und den notwendigen Kompetenzen, die sie benötigen, um später ihr Leben selbstverantwortlich gestalten zu können und den Anforderungen von Familie und Gesellschaft positiv gegenüberzustehen.

Dies wollen wir erreichen durch:

  • vertrauensvolle partnerschaftliche Zusammenarbeit
  • Einbezug sämtlicher Lebensbereiche der Kinder
  • Förderung der Basiskompetenzen
  • Möglichkeit zur Knüpfung und Pflege von sozialen Kontakten
  • Entscheidungs- und Gestaltungsräume bieten
  • Befähigung zur Konfliktlösung
  • Vorbild sein
  • Ausbildung von Interessen ermöglichen, durch ein breites Angebot von Spielmaterial, Projekten und Angeboten in verschiedenen Bereichen (Bewegung, Musik, Sprache, Medien, Gesundheit, Kreativität, etc.)


Exemplarischer Tagesablauf

  • Ab 11.10 Uhr: Die Kinder kommen je nach Unterrichtsschluss von der Schule direkt in den Hort. Bis 12:40 haben die Kinder die Möglichkeit im Hausaufgabenzimmer ihre Hausaufgaben ungestört zu erledigen. Die Kinder, die ihre Hausaufgaben erledigt haben, können anschließend ihre Beschäftigung im Gruppenzimmer frei wählen.
  • Ab 12:40 Uhr: Die Kinder bereiten gemeinsam mit den Erzieherinnen den Mittagstisch vor.
  • Um 13 Uhr: gemeinsames Mittagessen
  • Ab ca. 14 Uhr: nach dem Mittagessen räumen die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen die Tische ab, reinigen diese und befüllen die Spülmaschine
  • Ab ca. 14:30 Uhr: Die Kinder, die ihre Hausaufgaben vor dem Mittagessen erledigt haben, können zwischen mehreren Angeboten wählen, zum Beispiel Freispiel, Tischspiele, Teilnahme an Projekten, etc.

           Für die anderen Kinder beginnt die Hausaufgabenzeit.

  • Abholzeiten: 14:30 / 15:00 / 15:30 / 16:00 Uhr

 

Mittagessen

Ein wichtiges Gemeinschaftserlebnis im Tagesablauf ist das Mittagessen. Der wöchentliche Speiseplan hängt vor dem Gruppenraum aus. Für das leibliche Wohl sorgen die beiden Köchinnen des Kindergartens, die täglich frisch und abwechslungsreich für uns kochen und anschließend das Essen zu uns in die Schule liefern.

Bei der Mittagessensituation achten wir auf verschiedene Werte und Normen wie zum Beispiel Händewaschen vor dem Essen, gemeinsames Tischdecken, Sprechen eines Tischgebetes, Selbstständigkeit bei der Essensentnahme, Tischmanieren, gemeinsames Abräumen und Reinigen der Tische, etc.

 Hausaufgaben

Einen bedeutenden Teil des Hortalltages nimmt die Hausaufgabenzeit ein. Diese beträgt je nach Klasse bis zu 90 Minuten.

Ziel der Hausaufgabenbetreuung ist es die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Kinder bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben zu fördern. Die Erzieherin gibt hierbei nur Hilfestellung und achtet auf Vollständigkeit. Es besteht kein Anspruch auf Richtigkeit. Die letztendliche Verantwortung der Erledigung der Hausaufgaben liegt beim Kind und den Eltern. Das Lernen von mündlichen Hausaufgaben und Lesen ist Aufgabe der Eltern.

Am Freitag findet keine Hausaufgabenbetreuung statt.

 

Freizeitgestaltung

Die Freizeitgestaltung ist neben der Hausaufgabenbetreuung ein wesentlicher Bestandteil des Hortalltages.

Den Kindern stehen nach der Erledigung ihrer Hausaufgaben vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Im Gruppenraum: Tisch- und Gesellschaftsspiele, Rollenspiele, etc.
  • Im Werkraum: Leseecke und Spielburg, etc.
  • Im Außengelände: Tischtennis, Fußball, verschiedene Kleinspiele (Gummitwist, Squash, Pflege des Schulgartens etc.), im Winter zum Beispiel Bob fahren, etc.
  • Angebote in verschiedenen Bereichen: Werken/Basteln, Musik, Kochen/Backen, etc.
  • Projektarbeit
  • Ausflüge, Wanderungen

Die Betreuer stehen den Kindern hierbei als Ansprech- und Spielpartner zur Verfügung. Die Teilnahme an Angeboten und Projekten ist für die Kinder grundsätzlich freiwillig.

Feste und Veranstaltungen

Gemeinsame Feste und Feiern sind ein fester Bestandteil in unserer Einrichtung. Wir feiern mit den Kindern zusammen die Feste im Jahreslauf (zum Beispiel St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Fasching, Ostern, …).

Natürlich feiern wir auch die Geburtstage der Kinder mit der Gruppe.

Einmal im Jahr feiern wir zusammen mit dem Kindergarten und allen Eltern ein Jahresfest.

Projektarbeit

Da Projekte relativ lange dauern und ganz unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen, bieten sie einen idealen Rahmen dafür, alle Basiskompetenzen zugleich in den Blick zu nehmen und ihre Entwicklung durch bereichsübergreifende Bildungsprozesse zu unterstützen. Der fortwährende Wechsel von Methoden wie zum Beispiel Diskussion, Besichtigung, Experiment, Rollenspiel, Malen und Zeichnen im Projektverlauf führt zu einem immer tieferen Eindringen in das Thema und dessen Struktur. Je nach verwendeten Methoden lernen Kinder andere Aspekte bzw. Bezüge zum Thema kennen. Beobachten, Erforschen, Experimentieren, Erfahren, Austausch, gemeinsame Reflexion, Bewegung, Gesang und bildnerischer Ausdruck bauen aufeinander auf und treiben den Wissens- und Kompetenzerwerb voran. Lernen in Projekten ist exemplarisches Lernen. Kinder erwerben Wissen und Kompetenzen, die sie auf andere Situationen im Alltag immer wieder übertragen können. (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan)

Wir führen mit den Kindern in unserer Einrichtung Projekte in verschiedenen Bereichen durch wie zum Beispiel Gesundheit, Naturwissenschaften, Umwelt, Kunst und Kultur, Musik, etc.

Projektthemen können zum Beispiel sein; Umgestaltung des Gartens, Musikwerkstatt, mein Körper, die Geschichte der Malerei, Fotobuch über einen Ausflug, etc.

Die Projektthemen orientieren sich an den aktuellen Interessen und Bedürfnissen der Kinder.

 

Bildungs- und Erziehungsbereich

Den nachfolgenden Punkten 3.7.1 Stärkung der Basiskompetenzen und 3.7.2 Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche liegt der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan zugrunde. Zum besseren Verständnis haben wir die einzelnen Punkte zusammengefasst. Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan liegt in unserer Einrichtung aus und kann jederzeit von den Personensorgeberechtigten eingesehen oder ausgeliehen werden.

 

Stärkung der Basiskompetenzen

Personale Kompetenzen

  • Selbstwahrnehmung

           Das Kind soll sich in unserer Einrichtung angenommen und geliebt fühlen, sich für  

           wertvoll halten und mit sich selbst zufrieden sein. Wir bieten dem Kind hinreichend

           Gelegenheiten, die es ihm ermöglichen stolz auf seine eigenen Leistungen und

           Fähigkeiten, seine Kultur und Herkunft zu sein. Durch differenzierte, positive

           Rückmeldungen für Leistungen, aktives Zuhören und verbalisieren von Gefühlen

           des Kindes ermöglichen wir ihm seine körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.

  • Motivationale Kompetenzen

           Das Kind erhält möglichst oft die Gelegenheit, sich selbst zu entscheiden was und

           wie es etwas tun will. Um das Kompetenzerleben des Kindes zu fördern, wird es mit

           Aufgaben konfrontiert, die seinem Leistungsniveau entsprechen oder geringfügig

           darüber liegen. Durch individuell angepasste Aufgaben soll das Kind zu der

           Überzeugung gelangen, dass es das schaffen wird, was es sich vorgenommen hat,

           auch wenn es schwierig erscheint. Dem Kind sollen die Regeln der Einrichtung und

           die Konsequenzen bei Nichteinhaltung bewusst sein. Es soll befähigt werden sein

           Verhalten selbst zu beobachten und anschließend zu reflektieren. Das Kind ist

           Neuem gegenüber aufgeschlossen. Es lernt Vorlieben beim Spielen und anderen

           Beschäftigungen zu entwickeln und zu realisieren.

  • Kognitive Kompetenzen

           Durch verschiedene Angebote und Spiele werden die differenzierte Wahrnehmung,

           die Denkfähigkeit, das Gedächtnis, die Problemlösefähigkeit, die Fantasie und

         Kreativität des Kindes gefördert.

  • Physische Kompetenzen

           Die Kinder sollen Verantwortung für ihre Gesundheit und ihr körperliches

           Wohlbefinden übernehmen, ihre Grob- und Feinmotorischen Kompetenzen

           weiterentwickeln und zur Regulierung von körperlicher Anspannung befähigt

           werden.

 

Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext

  • Soziale Kompetenzen

           Die sozialen Kompetenzen beinhalten den Aufbau einer guten Beziehung zu

           Erwachsenen und anderen Kindern. Die Kinder lernen, die Fähigkeit zu entwickeln

           sich in andere hineinzuversetzen, sich angemessen auszudrücken, andere

           ausreden zu lassen, zuzuhören und bei Unklarheiten nachzufragen. Die

           Kooperationsfähigkeit wird durch gemeinsame Aktivitäten von Erwachsenen und

           Kindern gefördert. Die Kinder sollen den Umgang mit Konflikten lernen und diese

           durch verschiedene Lösungsansätze selbst bewältigen können.

 

  • Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz

           Durch unsere Werthaltungen wird das Kind zu einer moralischen Urteilsbildung, zu  

           Unvoreingenommenheit und zu solidarischem Verhalten befähigt.

  • Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

           Die Kinder lernen Verantwortung für das eigene Handeln, gegenüber anderen

           Menschen, der Umwelt und der Natur zu übernehmen.

  • Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

           Das Kind soll auf ein Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorbereitet

           werden. Ihnen wird eine Mitsprache und Mitgestaltung beim Bildungs- und  

           Erziehungsgeschehen ermöglicht. Sie sollen in der Lage sein, eine eigene Position

           zu beziehen und diese nach außen zu vertreten, sie sollen andere Meinungen

           akzeptieren und Kompromisse aushandeln.

 

Lernmethodische Kompetenz

Lernmethodische Kompetenz baut auf vielen Basiskompetenzen wie zum Beispiel Denkfähigkeit, Gedächtnis, Kreativität, Werthaltungen, moralische Urteilbildung, Verantwortungsübernahme, Kommunikationsfähigkeit auf und bündelt sie zu Kompetenzbereichen.

  • Kompetenzen, neues Wissen bewusst, selbst gesteuert und reflektiert zu erwerben

           - neue Informationen gezielt beschaffen und verarbeiten

           - neues Wissen verstehen und begreifen, sich dessen Bedeutung erschließen

           - neues Wissen aufbereiten und organisieren

           - kompetenter und kritischer Umgang mit Medien

  • Kompetenzen, erworbenes Wissen anzuwenden und zu übertragen

           - Wissen auf unterschiedliche Situationen übertragen

           - Wissen in unterschiedlichen Situationen flexibel nutzen

           - Wissen zur Problemlösung sachgerecht, kreativ und sozial verantwortlich

             einsetzen.

  • Kompetenzen, die eigenen Lernprozesse wahrzunehmen, zu steuern und zu regulieren

           - über das eigene Lernen nachdenken, sich das eigene Denken bewusst machen

           - verschiedene Lernwege kennen und ausprobieren

           - sich bewusst machen, wie man eine vorgegebene Lernaufgabe angeht

           - sich bewusst machen, wir man einen Text oder eine Geschichte versteht und wie

             man dieses Verständnis erworben hat

           - eigene Fehler selbst entdecken und eigenständig korrigieren

          - die eigenen Leistungen zutreffend einschätzen und würdigen können

           - das eigene Lernverhalten planen und sich die eigenen Planungsschritte bewusst

             machen

Resilienz

Resilienz ist die Grundlage für positive Entwicklung, Gesundheit, Wohlbefinden und hohe Lebensqualität sowie der Grundstein für einen kompetenten Umgang mit individuellen, familiären und gesellschaftlichen Veränderungen und Belastungen. Resilienz zeigt sich erst dann, wenn riskante Lebensumstände vorliegen und es dem Kind gelingt, diesen zu trotzen, besondere Bewältigungs- und Anpassungsleistungen zu erbringen und sie erfolgreich zu meistern.

Resiliente Kinder, die sich trotz riskanter Lebensumstände zu einer kompetenten, leistungsfähigen, stabilen und selbstbewussten Persönlichkeit entwickeln, zeichnen sich insbesondere durch folgende personale Ressourcen aus:

  • hohe Problemlösefähigkeit, Kreativität, Lernbegeisterung
  • positive Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen, hohes Selbstwertgefühl
  • Selbstwirksamkeits- und Kontrollüberzeugung, Selbstregulationsfähigkeit, realistische Ursachenzuschreibung
  • sicheres Bindungsverhalten, hohe Sozialkompetenz, Verantwortungsübernahme und Humor
  • aktives, flexibles und kompetentes Bewältigungsverhalten
  • positives Denken, optimistische Lebenseinstellung
  • Talente, Interessen und Hobbys, Spiritualität und religiöser Glaube sowie körperliche Gesundheitsressourcen

 

Die sozialen Ressourcen entscheiden maßgeblich, inwieweit es Kindern gelingt, sich zu resilienten Persönlichkeiten zu etnwickeln, so insbesondere:

  • sichere Bindungen und positive Beziehungen zu seinen erwachsenen Bezugspersonen
  • positive Rollenmodelle
  • offenes, wertschätzendes Klima sowie demokratischer Umgangs- und Erziehungsstil
  • positive Kontakte zu Gleichaltrigen und Freundschaftsbeziehungen
  • positive Lernerfahrungen in Kindertageseinrichtungen
  • konstruktive Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Kindertageseinrichtung und Schule

Kinder sind fähig und kompetent, ihre Entwicklungsaufgaben auch unter erhöhten Anforderungen mitzugestalten und aktiv zu lösen, sie verfügen über erstaunliche Widerstands- und Selbsthilfekräfte. Eigenaktivität und Verantwortungsübernahme stehen daher im Mittelpunkt. Kinder, die den Umgang mit Belastungen und Veränderungen meistern, gehen aus dieser Erfahrung gestärkt hervor und schaffen günstige Voraussetzungen, auch künftige Anforderungen gut zu bestehen. Je mehr Entwicklungsaufgaben ihnen gelingen, umso mehr stabilisiert sich ihre Persönlichkeit.

Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche

Werteorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

  • Werteorientierung und Religiösität

           Kinder sind darauf angewiesen, vertrauensbildende Grunderfahrungen zu machen,

           die sie ein Leben lang tragen. Sie brauchen Ausdrucksformen und

           Deutungsangebote, um das ganze Spektrum möglicher Erfahrungen positiv

           verarbeiten zu können. Eigene religiöse Erfahrungen und das Miterleben von

           Gemeinschaft, Festen, Ritualen sowie die Begegnung mit Zeichen und Symbolen

           können helfen, Eigenes und Fremdes zu erschließen. Ethische und religiöse

           Bildung und Erziehung unterstützt die Kinder in der Auseinandersetzung mit ihren

           Fragen und stärkt sie in der Ausbildung einer eigenen Urteils- und

           Bewertungsfähigkeit. Ethische und religiöse Bildung und Erziehung bieten dem

           Kind ein Fundament, auf dem es seine spezifische Sicht der Welt und des

           Menschen entfalten kann und das ihm dabei hilft, Antworten auf die Fragen nach

           Sinn und Deutung auch auf dem Hintergrund vorfindlicher religiöser und

           weltanschaulicher Traditionen zu finden. Diese Grundeinstellung ist Voraussetzung

           für die Entwicklung religiös-weltanschaulicher Identität, sozialer Kompetenzen

           sowie ethischer Urteilsfähigkeit und prägt in entscheidendem Maße das eigene

           Selbstkonzept.

  • Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

           Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzungen, dass ein Kind lernt,

           sich in die soziale Gemeinschaft zu integrieren. Soziales Verständnis setzt voraus,

           dass sich ein Kind kognitiv in andere einfühlen, hineinversetzen und deren

           Perspektive erkennen kann. Emotionale und soziale Kompetenzentwicklung wird

           vom kulturellen und familiären Umfeld stark beeinflusst. Emotionale und soziale

           Bildung und Erziehung hilft dem Kind, seine angelegten Kompetenzen

           weiterzuentwickeln und auszudifferenzieren.

 

Sprach- und medienkompetente Kinder

  • Sprache und Literacy

           Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und sie ist eine wesentliche

           Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, für eine volle Teilhabe am

           gesellschaftlich-kulturellen Leben.

           Zur Entwicklung der Sprachkompetenz gehören:

           - Nonverbale Aspekte von Sprache und Kommunikation

           - Motivation und Fähigkeit zu mündlichen Kommunikation, zum Dialog

           - Entwicklung von Literacy

           - Zwei- und Mehrsprachigkeit

  • Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

           In der modernen Gesellschaft sind Informations- und Kommunikationstechnik und

           Medien maßgebliche Faktoren des öffentlichen, politischen, kulturellen,

           wirtschaftlichen und beruflichen Lebens. Sie sind dementsprechend alltäglicher

           Bestandteil der individuellen Lebensführung. Kinder kommen von Klein auf mit

           Medien in Berührung, in ihren sozialen Lebensräumen und in unterschiedlichen

           inhaltlichen und kommunikativen Kontexten. Sie haben zugleich hohes Interesse  

           daran. Medienkompetenz ist heute unabdingbar, um am politischen, kulturellen und

           sozialen Leben in der Informationsgesellschaft zu partizipieren und es souverän

           und aktiv mitzugestalten. Medienkompetenz bedeutet bewussten, kritisch-

           reflexiven, sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit

          Medien.

           Medienbildung und -erziehung zielt darauf ab, den Risiken entgegenzuwirken, die

           Orientierungskompetenz zu stärken, die positiven Potentiale nutzbar zu machen

           sowie der Ungleichverteilung von medienbezogenen Chancen und Risiken

           entgegenzuwirken.

 

Fragende und forschende Kinder

  • Mathematik

           Mathematische Bildung erlangt in der heutigen Wissensgesellschaft zentrale

           Bedeutung. Ohne mathematisches Grundverständnis ist ein Zurechtkommen im

           Alltag nicht möglich. Mathematische Methoden helfen, die Dinge in der Welt in ihren

           Beziehungen zu ordnen und zu strukturieren sowie mathematische Lösungen bei

           Problemen, die im Alltag auftreten, zu finden. Durch das Auseinandersetzen mit

           mathematischen Inhalten und Gesetzmäßigkeiten machen bereits Kinder die

           Erfahrung von Beständigkeit, Verlässlichkeit und Wiederholbarkeit.

  • Naturwissenschaften und Technik

           Kinder wachsen in einer hochtechnisierten Wissensgesellschaft auf.

           Naturwissenschaften und Technik prägen unser tägliches Leben und üben großen

           Einfluss auf unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung aus.

           Naturwissenschaftliche Erkenntnisse liefern Grundlagenwissen über Vorgänge der

           belebten und unbelebten Natur; sie tragen dazu bei, sich ein Bild von der Welt zu

           machen, sie zu erforschen und ihr einen Sinn zu verleihen.

  • Umwelt

           Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen

           gewinnt vor dem Hintergrund globaler ökologischer Veränderungen zunehmend an

           Bedeutung. Umweltbildung und -erziehung kann einen wesentlichen Beitrag hierzu

          leisten, denn sie berührt viele Lebensbereiche, von der Naturbegegnung über

           Gesundheit und Werthaltungen bis hin zum Freizeit- und Konsumverhalten.

 

Künstlerisch aktive Kinder

  • Ästhetik, Kunst und Kultur

           Ästhetische Bildung und Erziehung hat immer auch mit Kunst und Kultur zu tun.

           Angeregt durch die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur entfalten die Kinder

           ihr kreatives, künstlerisches Potential und ihr Urteilsvermögen und lernen nicht nur

           eigene, sondern auch fremde und ungewohnte künstlerische Ausdrucksformen

           anerkennen und schätzen. Kreativität ist die Fähigkeit, im Denken neue, auch

           unerwartete und überraschende Wege zu gehen. Die Kreativität von Kindern

           stärken heißt auch, ihnen die Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen.

  • Musik

           Der aktive Umgang mit Musik fordert und fördert die gesamte Persönlichkeit des

           Kindes. Das Kind erfährt Musik als Quelle von Freude und Entspannung sowie als

           Anregung zur Kreativität in einer Reihe von Tätigkeiten, wie beispielsweise Singen,

           Musizieren und Musikhören, aber auch Erzählen, Bewegen, Tanzen und Malen.

 

Starke Kinder

  • Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport

           Bewegung gilt zu Recht als wesentlicher Bestandteil der Erziehung des Kindes.

           Bewegung ist unverzichtbar, um der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes

           Raum zu geben, das Wohlbefinden und die motorischen Fähigkeiten zu stärken

          sowie eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Darüber hinaus ist Bewegung

           für die Entwicklung von Wahrnehmungsleistungen, kognitiven Leistungen und

           sozialen Verhaltensweisen bedeutsam. Die Verbesserung der motorischen

          Leistungen des Kindes steigert seine Unabhängigkeit, sein Selbstvertrauen,

           Selbstbild und sein Ansehen bei Gleichaltrigen.

  • Gesundheit

           Gesundheit ist mehr als nur ein Freisein von Krankheit. Nach der Definition der

         Weltgesundheitsorganisation ist sie ein Zustand von körperlichem, seelischem,

           geistigem und sozialem Wohlbefinden. Ein guter Gesundheitszustand ist eine

           wesentliche Bedingung für soziale, ökonomische und persönliche Entwicklung und

           ein entscheidender Bestandteil der Lebensqualität (Ottawa-Charta). Die

           Bedingungen für die Gesundheit sind neben äußeren Faktoren, die kurzfristig nicht

           veränderbar sind (zum Beispiel Umweltbelastungen), in persönlichem

           gesundheitsorientiertem Verhalten zu sehen, das zu stärken ist.

Kooperationen

Kooperation mit den Eltern

Unsere pädagogische Arbeit wird erst dann wertvoll, wenn Eltern und Hort den Weg der Erziehung, Bildung und Betreuung zusammen gehen.

Gegenseitiges Vertrauen, Akzeptanz, Wertschätzung und regelmäßiger Austausch ermöglichen eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder.

Formen der Zusammenarbeit:

  • Tür- und Angelgespräche
  • Informationsaustausch am Telefon
  • Informationsaustausch über das „kleine Heft“
  • Entwicklungsgespräche zum Beispiel über Lern- und Arbeitsverhalten des Kindes
  • Elternabende
  • Elternbriefe
  • Feste und Feiern

 

Kooperation mit der Grundschule

Um ihr Kind bestmöglich in schulischen Belangen unterstützen zu können ist eine Zusammenarbeit zwischen Hort und Schule sehr wichtig.

Ein gemeinsames Anliegen von Hort und Schule sind die Förderung, Bildung, Betreuung und Erziehung der uns anvertrauten Kinder.

 

Mit der Anmeldung unterschreiben die Eltern eine Schweigepflichtsentbindung zwischen Hort und Schule.

 

Elternbeirat

Zur Förderung der besseren Zusammenarbeit von Personensorgeberechtigten, pädagogischem Personal und Träger ist in jeder Kindertageseinrichtung ein Elternbeirat einzurichten. Elternbeiräte sind unverzichtbarer Bestandteil der Elternarbeit. Der Elternbeirat ist die Vertretung der Personensorgeberechtigten in der Kindertageseinrichtung. Zu Beginn des Betreuungsjahres wählen die Personensorgeberechtigten aus ihrer Mitte Vertreter, die den Elternbeirat bilden. (BayKiBiG Art.14)

Kooperation mit dem Kindergarten

Die Kooperation mit den Kindergarten findet statt durch:

  • Gemeinsame Vorbereitung und Durchführung eines Jahresfestes
  • die gemeinsame Nutzung des Außengeländes des Kindergartens
  • gemeinsame Ausflüge
  • gegenseitige Besuche der Kinder
  • gemeinsames Personal

 

Kooperation mit Fachdiensten

Im Bedarfsfall und nur mit Einverständnis der Personensorgeberechtigten kooperiert unsere Einrichtung mit verschiedenen Fachdiensten, wie zum Beispiel Beratungsstellen, Therapeuten, Jugendamt, etc.

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